| Leider hat dieses schöne Trainingslager mit so vielen wertvollen Erfahrungen, einen negativen Beigeschmack bei mir hinterlassen. Ich war gestern beim Arzt und habe sofort ein MR machen lassen; heute hat mich dann die Diagnose wortwörtlich niedergeschmettert. Was ich als eine Reizung der Patellarsehne abgetan habe und wo ich noch mit dem Gedanken gespielt habe, in Haiming zu starten, stellte sich als Meniskuseinriss dar. Zusätzlich kommt noch eine Verdünnung des Kreuzbandes dazu. Mit dieser Verletzung kann ich einer Operation wohl kaum entgehen, und werde mit Sicherheit die ganze restliche Frühjahrssaison ausfallen. Jedenfalls möchte ich noch allen Viel Glück bei der Qualifikation in Haiming wünschen und bleibt VERLETZUNGSFREI!!!! |
Mittwoch, 21. Mai 2008
Ein ungewünschtes Souvenir aus Schweden
Dienstag, 20. Mai 2008
Trainingslager Schweden - Fotos & Karten
Alle Fotos vom Trainingslager:
Alle Karten vom Trainingslager:
- Gunnilse: Postensetzen auf Gegenseitigkeit
- Agntjärn: Richtungsänderungen, Mitteldistanz-Technik
- Jonsered: "Moment-OL"
- Bertilsons Stuga: Starttraining
- Öjersjö: Passagen- und Anhaltspunkte
- Rambomosse: Korridor-OL
- Backatorp: Göteborg Sprint Cup
- Biskopsgården: Mitteldistanz
- Gunnilse: Schleifen-OL
- Tuve: JWOC-Test Sprint
- Tuve: JWOC-Test Mitteldistanz
- Jonsered: JWOC-Test Langdistanz
JWOC-Tests Schweden-Abschlusswochenende
Die letzten Tainingstage in Schweden boten uns noch einmal Orientierungslauf vom Feinsten. Wir nahmen bei den JWOC-Selektionsläufen der Schweden und Dänen teil. 60 Läuferinnen aus Schweden, 25 aus Dänemark, 100 Junioren aus Schweden und 40 aus Dänemark. So konnten wir uns nach einem antrengenden Trainingslager noch einmal mit einigen der Besten vergleichen.
Die Wettkämpfe wurden ohne großes Drumherum mit professionellstem Equipement ausgetragen: Lichtschranken am Start und im Ziel, schwierige Karten, ebenso schwierige Bahnen, Live-Kommentar und Live-Resultate im Internet..
Bevor es aber so richtig losging, machten wir eine kurze Stadtbesichtigung Göteborgs, um einmal ein paar Stunden nicht an OL zu denken und uns mental zu entspannen. Die Innenstadt ist eigentlich recht nett, es gibt viele Geschäfte und überhaupt wirkt Göteborg angenehmerweise nicht eng, weil überall recht viel Platz ist. Aber abgesehen vom Hafen mit der modernen Oper gibt es nicht besonders viele Sehenswürdigkeiten und die Industrie ist am Hafen und dadurch nahe bei der Stadt gelegen.
Beim Sprint am Freitag Abend legten Wolfi und Ursi wieder gute Leistungen hin. Auch Erik überzeugte in dem schnellen Gelände, das von Siedlungsgebiet in kleine Waldhügelstücke wechselte und auch dadurch viele Mikroroutenwahlen, aber auch lange Teilstrecken bot.
Am Samstag Morgen verließen uns Bindi, Uschi und Elisa. Dann folgte die Mitteldistanz in einem - alle waren sich einig (auch Wolfi und die Schweden) - überaus schwierigen Gelände (siehe Karte). Manche Schweden meinten sogar, es sei die schwierigste Mitteldistanz, die sie je gelaufen seien. Abgesehen vom Detailreichtum war das Gelände nämlich auch öfters nicht eindeutig erkennbar. Wolfi und Ursi gelang es am besten, damit zurechtzukommen.Sonntags folgte als krönender Abschluss die Langdistanz, die mit 7,7 bzw. 11,2km tatsächlich lang war. Ursi wurde trotz vieler Fehler 3. Wolfi war bei den Burschen der schnellste, obwohl er einige Fehler machte. Auch den Rückstand relativ in Grenzen halten konnten Warti, Henrik und Erik. Aufgrund der harten Trainingswoche und des fordernden Untergrunds beendeten einige der anderen ihren Lauf nicht. Generell war die Langdistanz eher durch schwimmende Posten im sumpfigen Gelände als durch Detailreichtum gekennzeichnet.
Abends gaben wir unser Bestes um die Hütte in passablem Zustand zu hinterlassen (d.h. Putzen...) und in der Früh hieß es für die Silva-Junior-Cup-Leute früh aufstehen, da sie fast bis Stockholm zum Flughafen zu fahren hatten. Die anderen konnten da ein bisschen mehr chillen, weil sie nur ca. 10km zu fahren hatten.Wohlbehütet kamen alle sowohl mental als auch körperlich erschöpft im trauten Heim an.

Vielen Dank an dieser Stelle an unsere Trainer und alle die mitgeholfen haben, um dieses tolle Trainingslager zu ermöglichen. Großes Lob geht auch an Chefredakteur Henrik Sulz "den reichen Stifter" (engl. "the rich pencil"), der unter Mithilfe seines Redaktionsteams (Tobi G., Erik und meiner Wenigkeit) unseren Webblog "immer" auf neuestem Stand hielt. ;)
Samstag, 17. Mai 2008
Trainingslager Schweden - Tag 3, 4, 5
Mit wohl gefüllten Magen legten wir uns schlafen und erwarteten voller Vorfreude den nächsten Tag.
Den Mittwoch begannen wir mit einem Korridor-OL ohne Posten auf der Heimkarte von Maths Carlsson, dem Kartenzeichner der JWOC, Trainer des Partille-OL-Gymnasiums und Elitetrainer des IFK Göteborg, der uns optimal auf die JWOC vorbereiten sollte. In einem wunderschönen Gebiet liefen wir eine 5 bzw. 8,5km-Runde, und sollten immer innerhalb des eingezeichneten Bereichs bleiben. Das war vor allem bei langen Strecken über sehr detailreiche Gebiete nicht immer einfach.
Am Abend nahmen wir an einem Göteborg Sprint-Cup teil. Dieser wurde im Vorfeld als Sprint „extreme“ bezeichnet und der Wald erwies sich auch als durchaus trickreich. Keinem von uns gelang es vor allem bei den langen Routenwahlen fehlerfrei zu bleiben. Am besten konnten noch Wolfi (3.) und Ursi (1.) ihre Läufe in gute Platzierungen umsetzen.
Der Donnerstag war der letzte Trainingstag vor den drei Testwettkämpfen. Am Vormittag liefen wir auf der Karte Biskopsgården, auf deren Nordteil wir schon 2006 im Rahmen des Jugendkader-TLs gelaufen waren. Damals hatten beinahe alle große Fehler gemacht. Diesmal aber war erstens die Strecke wahrscheinlich nicht so kompliziert gelegt und zweitens der Bewuchs noch nicht so stark wie im Juli und drittens sind wir wahrscheinlich einfach besser geworden. So hat die Strecke den meisten ziemlich gut gut gefallen, allzu viele große Fehler wurden aber nicht gemacht.
Zu Mittag aßen wir erneut im Partille-Gymnasium, woraufhin wir zum Nachmittagstraining auf der Karte Gunnilse aufbrachen. Manche wollten sich für die Wettkämpfe schonen und nahmen nicht mehr teil, der Großteil aber lief kurze Schleifen.
"Er wollte mich umbringen": Trainingslager Schweden - Tag 2 - 12. Mai
Den zweiten Tag begannen wir am Vormittag mit einem Mitteldistanztraining, bei dem es vor allem auf Richtungsänderungen ankam. In einem recht steilen Gelände absolvierten wir viele kurze Posten. Mir kommt vor, niemand hatte grobe Probleme. Ich selbst habe aber leider abkürzen müssen, weil ich obwohl mir davon abgeraten wurde meinen SI Chip mitgenommen habe und noch vor dem ersten Posten verloren. Nachdem ich die Suche schon praktisch aufgegeben hatte, traf ich zum Glück Christian (Pfeifer), der mir den Chip sofort fand...
Nachdem uns das Mittagessen wieder aufgebaut hatte, trafen wir uns auf der Karte Jonsered mit dem Partille OL-Gymnasium, um teils miteinander, teils alleine im Gebiet südlich der JWOC-Staffel zu orientieren. Das vielseitige Training beinhaltete neben einer Routenwahl auch einen Linien-OL. Der Wald hat glaube ich den meisten gut gefallen, da es oft totale Kulturwechsel gab und sich so verschiedene schöne Ansichten boten. Jedoch wurde nachher intensiv über Routenwahlen diskutiert und man war sich nicht immer gleich einig. Wolfi hatte ein Erlebnis der besonderen Art. Angeblich schlug sein schwedischer Partner am Weg zum zweiten Posten ein so hohes Tempo an, dass Wolfi vermutete: "Er wollte mich umbringen". Für diesen Attentat-Versuch revanchierte er sich, als er am Weg zum 3. Posten wieder führen sollte, indem er im gleichen Tempo einfach weiterlief. Beim Posten angekommen, musste sein Partner, der sich als schlechter Orientierer aber guter Läufer einschätzte, niedergeschlagen aufgeben... und Wolfgang lief ungestört weiter.
Abends lernten wir eine neue Regenerations- bzw. Konzentrationsmethode, nämlich Qi-gong, kennen. Damit können wir im mentalen Bereich noch mehr herausholen...
Donnerstag, 15. Mai 2008
Trainingslager Schweden - Tag 1 - 11. Mai
Um 8 Uhr morgens (manche früher, viele später) trafen wir uns, ein Grüppchen von 6 JuniorenläuferInnen mit unserem Trainer Max Kössler am Flughafen Schwechat.
Nachdem wir die umfangreichen Sicherheitskontrollen hinter uns gelassen haben, konnten wir endlich die lang ersehnte Reise nach Göteborg zum Vorbereitungskurs für die Juniorenweltmeisterschaft antreten.
In Göteborg angekommen erwies sich der Umstand, dass ein 7-Sitzer-Mietauto plus Gepäck doch sehr eng sein kann wieder mal als richtig. Auf jeden Fall kamen wir alle nach kurzer Zeit in unserer Unterkunft, das Klubhaus des Lerums SOK in Härskogen an.
Nachdem der Großteil der Zimmer bezogen war, machten wir uns auf zu unserer ersten Trainingseinheit in Gunnilse.
Ziel war es, einen ersten Eindruck vom speziellen Göteborg Gelände zu bekommen.
Wieder zu Hause trafen wir auf unsere Silva Junior Cup Teilnehmer, und ließen den Abend gemütlich ausklingen.
Silva Junior Cup (10.-11. Mai)
Schon fünf Tage nach den nationalen Wettkämpfen in der Steiermark reisten 5 von uns JuniorInnen (Ursi, Tobi, Warti, Erik und Sandro) unter Begleitung von Jugendkaderläufer Henrik Sulz und Betreuerin Gunnel Nilsson nach Schweden. Von Wien aus ging es mit dem Bus nach Bratislava, wo wir mit RyanAir nach Nyköping abflogen. Nach einer (recht) langen Autofahrt quer durch Schweden, via Karlstad, kamen wir in der Nacht in Säffle an.
Am Samstag, 10. Mai, bei strahlend schönem Wetter um 25°, kämpften wir uns durch die harte Langdistanz. Die Junioren liefen 10,7 km und Juniorinnen 7,6 km bei Mörderhitze. Die von dem Veranstalter Amals OK gelegten Bahnen wurden vom schwedischen Verband als zu leicht angesehen und wurden dementsprechend "härter" umgeändert. Warti ließ sich weder durch die lange Fahrt noch durch das Wetter beirren und lief mit starker Leistung auf den guten 15. Platz, Erik (39.) und Tobi (44.) reihten sich eher im hinteren Drittel des Teilnehmerfeldes ein. Ich machte seit gut 2 Jahren wieder Bekanntschaft mit schwedischem Terrain und lief auch dementsprechend, jedoch sah ich den Lauf eher als Training und konnte mich gut auf das nordische Gelände einstellen. Auch Ursi (28.) sah den Lauf als Training und versuchte sich an Schweden zu gewöhnen.
Am Sonntag war bei minder schönem Wetter die Mitteldistanz, veranstaltet von Säffle OK, an der Reihe. Bei den Junioren waren über 80 Teilnehmer am Start. Auf der 4,44 km langen Strecke holte sich der Norweger Erik Sagvolden mit einer Zeit von 26:13 den Sieg.
Warti (11. - 30:52) konnte seine Leistung vom Vortag noch toppen und lief fast unter die Top 10. Ich machte beim ersten und dritten Posten große Fehler (6min.) und Warti holte mich Mitte der Strecke ein. Mit konstant hohem Tempo und nur kleineren technischen Fehlern kamen wir als Österreicher-Packerl für OK Tyr ins Ziel. Tobi (36:46), Erik (36:47) und ich (36:55) platzierten uns mit verpatzten Läufen im Mittelfeld.
Rückblickend war die Teilnahme an diesen zwei Wettkämpfen technisch wertvoll und gleichzeitig ein Erlebnis. Erstaunlich finde ich die Teilnehmerzahlen die an beiden Tagen in den Juniorenkategorien -20 und -18 sowohl bei Herren als auch bei den Damen die 80er-Grenze überschritten hat. Im Vergleich dazu ist es in Österreich verwunderlich wenn mehr als 10 Läufer an den Start gehen.
Zu Mittag fuhren wir ab Richtung Süden und in Härskogen nahe Göteborg trafen wir auf unsere Juniorenkaderkollegen, Trainer Max Kössler und Eliteläufer Martin "Bindi" Binder und Uschi Polzer ein.













